Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Prof. Dr. Bernd Schilcher

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Bernd Schilcher

Geb. 1940 in Graz

Dr. Bernd Schilcher ist Ordinarius für Bürgerliches Recht an der Universität Graz. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Graz und promovierte 1964 zum Dr. jur. Nach mehreren Auslandsaufenthalten folgte 1975 die Habilitation für Privatrecht. 1976 bis 1993 war Bernd Schilcher VP-Abgeordneter zum Steiermärkischen Landtag, von 1974 bis 1991 Vertreter der Steiermark im ORF-Kuratorium. Das Mitglied des Aufsichtsrates der Forschungsgesellschaft Joanneum war von 1989 bis 1996 amtsführender Präsident des Landesschulrates für Steiermark und in Folge bis Juni 2001 Vorstand am Institut für Bürgerliches Recht der Universität Graz. Seit 2003 ist Bernd Schilcher im Ruhestand.

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(8 | 4.0)

Schulpolitik (1.)

THESE 16: Wir brauchen ein flächendeckendes Angebot an elementar-pädagogischen, auch ganztägigen Einrichtungen, die Kindern ab dem ersten Lebensjahr – bei Bedarf – eine anregende Umgebungund liebevolle Betreuung bieten.

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(8 | 3.5)

Schulpolitik (2.)

THESE 17: Wir brauchen eine gemeinsame Schule für Kinder aus allen sozialen Schichten und Kulturen mit den verschiedensten Begabungen bis zum 14. Lebensjahr, um gleiche Aufstiegschancen für alle zu bieten, miteinander leben und arbeiten zu lernen und gegenseitige Hilfe und Unterstützung zu üben.

Es gibt die Trennung in Gymnasien und andere Schulen mit dem 10. Lebensjahr nur noch in Deutschland und Österreich. Alle anderen Länder tun das längst nicht mehr.

Allerdings funktioniert eine gemeinsame Schule nur, wenn die Begabungen jedes einzelnen Kindes so früh wie möglich festgestellt und nachdrücklich gefördert werden. Ebenso wie es eine durchgehende Förderung bei einzelnen Schwächen der Kinder geben muss (Individualisierung des Unterrichts durch ein Zwei-Lehrer-System).

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(10 | 3.2)

Schulpolitik (3.)

THESE 18: Wir brauchen ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen als Regelschulen, weil die heute zu 72 % berufstätigen Eltern die vielfältigen Aufgaben der Begabungsförderung und der Unterstützung bei Leistungsschwächen wie auch die Vermittlung von sozialen Kompetenzen nicht erfüllen können.

Schon heute fehlt in der Halbtagsschule die Zeit für das Wiederholen und Vertiefen.

Dazu kommt, dass die überwiegend berufstätigen Familien das alles längst nicht mehr leisten, was von ihnen immer noch verlangt wird: Sporterziehung am Nachmittag, Vertiefung in Naturwissenschaften, Fremdsprachen, grundlegende Wirtschaftskenntnisse und vor allem die Einübung in soziale Kompetenzen. Das alles muss in Ganztagschulen geschehen.

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(7 | 3.9)

Schulpolitik (4.)

THESE 19: Wir brauchen dringend eine massive Erhöhungvon akademischen Qualifikationen.

Wenn wir die Anzahl der akademischen Abschlüsse pro Jahr im Verhältnis zur Jahrgangskohorten jährlich um 2 % steigern, können wir im Jahr 2020 die von der OECD vorgesehenen 40 % erreichen.

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(10 | 4.0)

Schulpolitik (5.)

THESE 20: Alle parteipolitisch besetzten Schulgremien werden ersatzlos gestrichen.

Die verheerende Praxis der Postenbesetzung im Schulbereich nach Parteizugehörigkeit wird abgeschafft.

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(9 | 4.1)

Schulpolitik (6.)

THESE 21: Die rein machtpolitische Aufteilung der Bildungsagenden auf Bund, Länder und Gemeinden wird beendet.

Die Bezirksschulräte und ihre parteipolitisch besetzten Kollegien werden ersatzlos gestrichen. Ebenso die Landesschulräte und ihre Kollegien und die Schulabteilungen der Länder. An ihre Stelle treten schlanke Bildungsdirektionen in den Ländern, die im Auftrag des Bundes und mithilfe der Bezirks- und Landesschulinspektoren für das Controlling und die Qualitätssicherungzuständig sind.

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