Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Prof. Dr. Hans Pechar

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(11 | 4.1)

Hochschulpolitik (1.)

THESE 22: Für eine bessere Finanzierung der österreichischen Hochschulen sind erhöhte öffentliche und private Investitionen erforderlich.

Österreich darf sich nicht mit dem OECD-Mittelwert bei der Hochschulfinanzierung zufriedengeben. Ohne eine bessere Finanzierung der Hochschulen wird es nicht möglich sein, das hohe Wohlfahrtniveau zu halten. Die öffentlichen Ausgaben müssen spürbar angehoben und sozial verträgliche Studiengebühren eingeführt werden.

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(10 | 4.5)

Hochschulpolitik (2.)

THESE 23: Die Universitäten benötigten Zulassungsverfahren, damit der Dropout sinken und die Absolventenquote steigen kann.

Hochschulen benötigen das Recht, ihre Studenten in Abstimmung mit ihren Ausbildungskapazitäten aufzunehmen. Dadurch können sie ein differenziertes Studienangebot entwickeln, das auf jene Forschungs-und Beschäftigungsbereiche abgestimmt ist, in denen es Nachfrage und Bedarf gibt. In Kombination mit einer Studienplatzfinanzierung würde das die desolate Situation in den Massenfächern bereinigen.

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(7 | 4.0)

Hochschulpolitik (3.)

THESE 24: Studienförderung in Form sozialverträglicher Darlehen trägt der Lebensrealität junger Erwachsener besser Rechnung als Familienförderung.

Sie könnten am leichtesten Distanz zu denjenigen ihrer Interessen gewinnen, die sich nur durch staatliche Subvention verfolgen lassen.

Erst wenn das aufhört, kann auch die Erwartung an alle anderen einleuchten, die Anspruchsinflation zu beenden und die Bedürftigen, Armen von denen zu unterscheiden, die nur weniger haben als andere.

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(7 | 4.6)

Hochschulpolitik (4.)

THESE 25: Der akademische Nachwuchs braucht realistische Perspektiven und frühe Selbstständigkeit.

Derzeit ist die Anziehungskraft des Hochschullehrerberufs durch eine unzumutbar lange Phase von Arbeitsplatzunsicherheit beeinträchtigt, die zudem durch eine Einschränkung in der selbstständigen Berufsausübung gekennzeichnet ist.

Abhilfe könnte ein Tenure Track schaffen, der in Nordamerikaseit Langem etabliert ist. Kernstück dieses Laufbahnschemas ist eine frühzeitige meritokratische Selektion des akademischen Personals.

Schon Assistentenstellen werden dabei nicht intern rekrutiert, sondern ausgeschrieben und in der Regel extern besetzt. Sie sind aber keinem professoralen Mentor zugeordnet, sondern können sich der selbstständigen Bewährung in Forschung und Lehre widmen. Erst nach erfolgreicher Evaluierung rückt der Nachwuchsforscher in der Laufbahn vor und erhält eine unbefristete Anstellung.

Entscheidend ist, dass dieses unbefristete Beschäftigungsverhältnis schon beim Eintritt in den Tenure Track in Aussicht gestellt wird.

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Hans Pechar

Geb. 1950 in Wien

Univ.-Prof. Dr. Hans Pechar ist Professor für Hochschulforschung an der Universität Klagenfurt. Nach seinem Studium der Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Wien startete er in einer wissenschaftlichen Funktion im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung. Ab Mitte der 1990er Jahre schlug er eine akademische Laufbahn an der Universität Klagenfurt ein. Seine Forschungsschwerpunkte sind der internationale Vergleich von Hochschulsystemen, Bildungsökonomie und Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Seit 2011 vertritt er Österreich im Governing Board von OECD-CERI.

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