Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Dr. Horst Pirker

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(11 | 4.4)

Medienpolitik (1.)

THESE 74: Österreich braucht einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Gleichzeitig muss die seit Jahren geltende Doktrin für den Österreichischen Rundfunk verabschiedet werden, jedem etwas zu bieten und allen alles sein zu wollen.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der über weite Strecken anbietet, was private Medienunternehmen auch anbieten, zerstört Werte, weil er den Menschen keinen unverwechselbaren Nutzen bietet und die privaten Medienangebote in deren eigener Entwicklung behindert.

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(5 | 4.4)

Medienpolitik (2.)

THESE 75: Die faktische Allianz von Boulevard und Politik in Österreich ist verhängnisvoll für das Land und seine Menschen. Die Politik muss diesen Teufelskreis durchbrechen.

Staatliche Ressourcen, dazu zählen neben der in Österreich im Vergleich zu den üppigen  Rundfunkgebühren ohnedies mickrigen Presseförderung auch bezahlte Inserate der Republik und ihrer Einrichtungen, gehören – wenn überhaupt – in Medien mit besonderen Ansprüchen, aber nicht in den breiten Boulevard.

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(6 | 4.0)

Medienpolitik (3.)

THESE 76: Es braucht eine neue Medienförderung.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk erhält 95 % der Medienförderung, während sich alle anderen Medien zusammen mit den übrigen 5 % begnügen müssen.

Eine ausgewogenere Verteilung zwischen den einzelnen Mediengattungen, spürbar weg vom Verhältnis 95 % zu 5 %, wäre ein nötiger Zwischenschritt. Aber erst die Entkoppelung von institutionellen Anknüpfungen hin zu entsprechenden inhaltlichen Kriterien, also der Förderung von Inhalten und Formaten, die dem demokratischen Gefüge dienen, wäre „state of the art“.

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(4 | 3.8)

Medienpolitik (4.)

THESE 77: Österreich muss sich auch bei wohlerworbenen Rechten im Medienbereich bewegen – und das rasch.

Wenn Österreich seine im internationalen Vergleich hoch privilegierte Situation nur annähernd behalten will, muss sich die Medienwirtschaft von alten Kollektivverträgen verabschieden.

Auch das “wohlerworbene” Urheberrecht der Mitarbeiter, dass Inhalte, die von ihnen im Rahmen ihrer bezahlten Tätigkeit im Unternehmen erarbeitet werden, für das Medienunternehmen kaum über die Primärnutzung hinausgehen muss aufgegeben werden.

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Horst Pirker

Geb. 1959 in Lind im Drautal

Univ.-Prof. Mag. DDr. Horst Pirker ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Red Bull Media house GmbH und Professor für Medienmanagement und Medienentwicklung am Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship der Universität Graz. Von 1999 bis September 2010 war er Vorstandsvorsitzender der Styria Media Group. Er studierte Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Graz und befasst sich seit Jahren mit dem Verhältnis zwischen öffentlich-rechtlichen und privatwirtschaftlich geführten Medienunternehmen, nicht zuletzt auch in seiner Funktion als langjähriger Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen.

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