Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Janine Wulz

Janine Wulz ist Vorsitzende der ÖH-Bundesvertretung.
VN:F [1.9.8_1114]
(10 | 2.5)

Die niedrige AkademikerInnenquote ist international peinlich! (1.)

REPLIK AUF HANS PECHARS THESEN:

Die längst totgesagten Studiengebühren sind nicht nur Thema – sie werden zum Allheilmittel für alles, was derzeit bildungspolitisch falsch läuft, hoch stilisiert. Das ist aus mehreren Gründen absurd. Hochschulen dienen der Aufgabe, einer Gesellschaft zu ermöglichen sich weiterzuentwickeln und die Lebensverhältnisse aller zu verbessern. Dieses “Gemeinwohl” sicherzustellen ist die Aufgabe des Staates und muss daher auch öffentlich finanziert zu werden. Die derzeitigen Forderungen nach Gebühren sind ungerecht, sowie undurchdacht: Sie zwingen Menschen ein Studium gar nicht erst zu beginnen oder es mangels finanzieller Absicherung abzubrechen. Dabei arbeiten 60 Prozent aller Studierenden Teilzeit und der Großteil lebt unter der Armutsgrenze. Studiengebühren treffen jene die aus bildungsfernen Familien kommen am Härtesten – genau wie die Kürzung der Familienbeihilfe diesen Sommer. StudienabbrecherInnen, die es in Folge von Studiengebühren zu Hauf geben wird, kosten staatliche Mittel und machen sich in den scheinbar so wichtigen Rankings auch nicht gut. Die niedrige AkademikerInnenquote ist international peinlich. Immer mehr Jobs verlangen akademische Abschlüsse und die Steuerleistung von AkademikerInnen ist dreimal höher als ihre Ausbildung kostet. Alles gute Gründe, Studiengebühren abzuschaffen – was rund um Österreich derzeit überall passiert.

Es reicht! Genug mit den ständigen Diskussionen über Nebenschauplätze. Reden wir über das, was es wirklich braucht, um das Hochschulwesen zu reformieren: Soziale Absicherung für alle Studierenden, Förderung der Forschung und Lehre, eine eklatante Verbesserung der Betreuungsverhältnisse und dafür eine ausreichende Finanzierung. Dazu braucht es eine Politik, die für Bildung brennt und sich dazu bekennt, weil sie der Schlüssel zu einer gerechteren Gesellschaft sein kann. Dieses Feuer fehlt leider auf der gesamten Regierungsbank.

 

 

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