Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Jürgen Kaube

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Jürgen Kaube

Geb. 1962 in Worms am Rhein

Jürgen Kaube ist Ressortleiter für die „Geisteswissenschaften“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Nach dem Abitur am Darmstädter Justus-Liebig-Gymnasium studierte er zunächst Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte sowie Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Eine Hochschulassistenz führte kurzzeitig nach Bielefeld. Seit 1992 regelmäßige Mitarbeit am Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 1999 Eintritt in die Redaktion, zunächst als Berliner Korrespondent, seit September 2000 in Frankfurt. Zuständig für Wissenschafts- und Bildungspolitik, die Seiten „Forschung und Lehre“ und seit August 2008 als Ressortleiter für die „Geisteswissenschaften“. Im Wissenschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung betreut er die Seite „Erkenntnis und Interesse“.

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(9 | 4.1)

Wohlfahrtsstaat (1.)

THESE 30: Wir sollten nicht alles finanzieren, was wir finanzieren können.

Statt mit den gesamten vorhandenen finanziellen Mitteln Antragsteller zu bedienen, sollten klare Kriterien für Bedürftigkeit erarbeitet werden.

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(12 | 4.3)

Wohlfahrtsstaat (2.)

THESE 31: Wir müssen klar definieren, wer tatsächlich bedürftig ist.

Bedürftigkeit ist zu einem inflationär gebrauchten Begriff geworden.

Denn als bedürftig, als Opfergruppe stellen sich im entwickelten Wohlfahrtsstaat schlechterdings alle dar: Die Jungen und die Alten, die Waffenhändler und die Weiterbildungsexperten, die Familien und die Einsamen, die Dicken und die Dünnen.

Es kann keine Rede mehr davon sein, dass der Wohlfahrtsstaat allein gegen existentielle Lebensrisiken versichert. Vielmehr mutet er sich und den Bürgern die Intervention in jeglichen Bereich des sozialen Lebens zu.

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(6 | 4.0)

Wohlfahrtsstaat (3.)

THESE 32: Die Elite eines Landes muss mit gutem Vorbild vorangehen.

Sie könnten am leichtesten Distanz zu denjenigen ihrer Interessen gewinnen, die sich nur durch staatliche Subvention verfolgen lassen.

Erst wenn das aufhört, kann auch die Erwartung an alle anderen einleuchten, die Anspruchsinflation zu beenden und die Bedürftigen, Armen von denen zu unterscheiden, die nur weniger haben als andere. Ein Mittel zur Bremsung der Ansprüche könnte darum die Zurückhaltung der Eliten sein.

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(11 | 4.2)

Wohlfahrtsstaat (4.)

THESE 33: Wir brauchen eine Politik der Anspruchsdeflation.

Ihre erste Voraussetzung wäre, dass Politik nicht alles kann, ihre zweite, dass das Leben aus Zumutungen besteht, die kein Staat abzuwenden vermag.

Verlangt wäre in jedem Fall ein Begriff des unverschuldeten Leids, der Bedürftigkeit.

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