Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Dr. Leopold Stieger

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(5 | 3.8)

Pensionssystem (1.)

THESE 34: Unternehmen werden mit Älteren anders umgehen müssen, bevor es weh tut.

Ältere Mitarbeiter sollen nicht mehr gekündigt werden, um kurzfristig und kurzsichtig die Bilanz in Ordnung zu bringen. Vielmehr sollten Unternehmen ein Senior-Retention-Programm aufbauen, um das Know-How weiterhin zu binden und länger zu nützen.

Strategisch handelnde Unternehmen erkennen, dass der drohende Fachkräftemangel durch Migration nicht zu beseitigen ist und begegnen ihm mithilfe ihrer älteren Mitarbeiter.

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(7 | 3.3)

Pensionssystem (2.)

THESE 35: Österreich braucht ein Anreizsystem, damit Menschen länger arbeiten wollen und können.

Länger arbeiten muss sich in Zukunft lohnen und selbstgewählte längere Arbeitszeit auch wesentlich höhere Prämien bzw. Zuschläge bieten. Alle Frühpensionierungs-Verlockungen gehören gestrichen und die Ruhensbestimmungen aufgehoben.

Ein Staat handelt grob fahrlässig, wenn er den Weg in die Frühpension ebnet. Untätigkeit tötet. Bürger zur Untätigkeit zu zwingen, verletzt die Menschenrechte in grober Weise.

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(9 | 4.2)

Pensionssystem (3.)

THESE 36: Das gesetzliche Pensionierungsdatum wird eine fiktive Größe.

Jeder bestimmt selbst den persönlichen Übergangs-Termin und entscheidet frei über finanzielle Vor- und Nachteile, über Zu- und Abschläge auf seinem Pensionskonto.

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(10 | 4.6)

Pensionssystem (4.)

THESE 37: Die Pensionierung muss eine Membran sein, die in beiden Richtungen durchlässig ist.

Formen der Durchlässigkeit sind sowohl für die Person, als auch für Unternehmen hilfreich und notwendig. Dazu gehören Flexibilität bei Gehaltsvereinbarungen und Arbeitszeiten und die Abschaffung vieler „Schutzbestimmungen für Ältere“.

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(5 | 4.6)

Pensionssystem (5.)

THESE 38: Wir müssen das Potenzial älterer Arbeitnehmer erkennen.

Tatsächlich gibt es neue Fähigkeiten im Alter, die vorher nicht vorhanden waren: So werden beispielsweise die berufliche Kenntnisse besser und die Reaktionsmöglichkeiten variationsreicher. Auch die Geduld nimmt zu und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wächst. All das sind Eigenschaften, die in einem Unternehmen gebraucht werden.

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(11 | 4.5)

Pensionssystem (6.)

THESE 39: Das frühere Pensionsantrittsalter für Frauen muss rasch angeglichen werden.

Da die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen höher ist als die der Männer, ist diese Regelung anachronistisch und überhaupt nicht mehr zu verstehen.

In der Wirtschaft mindert es ihre Aufstiegschancen und finanziell ist das frühere Pensionierungsalter ein erheblicher Nachteil bei der Berechnung für ihre spätere Pension.

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Leopold Stieger

Geb. 1939 in Wien

Prof. Dr. Leopold Stieger ist Gründer der Plattform „seniors4success“. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und der Promotion zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule für Welthandel in Wien im Jahr 1965 arbeitete Leopold Stieger beim österreichischen Zentrum für Produktivität und Wirtschaftlichkeit, wo er in Folge die „Arbeitsgemeinschaft Personalwesen“ gründete und später die Abteilung  Betriebswirtschaft leitete. 1972 gründete er die Gesellschaft für Personalentwicklung GmbH (GfP) in Wien, die er 40 Jahre leitete. Der dreifache Firmengründer übernahm 1998 als Pionier der Personalentwicklung in Österreich die gesamte Trainingsabteilung von Philips Österreich. Seine Firmen übergab er 2005 an seine vier Söhne, eineinhalb Jahre später folgten auch alle Anteile. Seit dieser Zeit widmet sich Leopold Stieger dem stetigen Aufbau der Internetplattform „seniors4success” (www.seniors4success.at, www.senior-retention.at).

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