Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Michael Landau

Michael Landau (* 23. Mai 1960 in Wien) ist österreichischer katholischer Priester und Leiter der Caritas Wien. DDr. Michael Landau maturierte 1978 in Wien und begann anschließend das Studium der Biochemie, das er 1988 mit dem Doktorat abschloss. Während seiner Studienzeit trat er in die katholische Kirche ein und wurde 1980 getauft. Ab 1986 studierte Landau auch Katholische Theologie, ergänzt durch ein Doktoratsstudium in Kirchenrecht (Abschluss 1999; Thema: Amtsenthebung und Versetzung von Pfarrern). Im Oktober 1992 wurde er in Rom zum Priester geweiht. Seit seiner Gymnasialzeit ist er Mitglied bei den katholischen Mittelschulverbindungen Thuiskonia Wien und Ö.K.C. Kahlenberg im MKV (Kahlenberg Wien), beide im MKV. Im Dezember 1995 übernahm er nach Helmut Schüller die Leitung der Caritas Wien.
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Der Sozialstaat ist kein Auslaufmodell (1.)

REPLIK AUF JÜRGEN KAUBES THESEN:

Was Herr Kaube in seinen Thesen vorschlägt, ist weder neu noch originell. Der Sozialstaat ist kein Auslaufmodell, sondern ein Stück öffentlicher Reichtum. Wir tragen Verantwortung für uns selbst und füreinander. Das ist nicht zuletzt eine Frage des Menschenbilds. Solidarität ist eine Medaille mit zwei Seiten: Neben der individuellen braucht es strukturelle Solidarität. Die Starken brauchen keinen starken Staat. Die Schwachen schon. Gerade jetzt dürfen wir die schuldlosen Opfer der Wirtschaftskrise nicht ein zweites Mal zu Opfern machen, indem wir ihnen die Last für das auf bürden was sie nicht verursacht haben. Mit Neiddebatten ist niemandem gedient. Aber Armut muss als das benannt werden, was sie ist: als Unrecht und als Ärgernis. Wir brauchen eine Diskussion, die von den Aufgaben ausgeht: soziale Integration, Gesundheit und Pflege, ein chancengerechtes Bildungssystem. Und die die empirischen Analysen ernst nimmt: Ein funktionierender Sozialstaat ist für alle gut; nicht zuletzt für die Wohlhabenden.

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