Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Prof. Norbert Walter

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Finanzmarkt (1.)

THESE 53: Die erste und wichtigste Funktion der Finanzmärkte ist eine dienende, nämlich die der Unterstützung der Aktivitäten der Realwirtschaft.

Finanzmarktakteure dürfen sich nicht von der Realwirtschaft abkoppeln. Wir brauchen eine unabhängige und stetige Geldpolitik, eine international standardisierte, gesetzliche Rechnungslegung und- prüfung sowie Offenlegungspflichten für Produkte und Finanzinstitute.

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(6 | 4.5)

Finanzmarkt (2.)

THESE 54: Wir brauchen moderne und sinnvolle Finanzmarktprodukte.

Unsere globale Wirtschaft muss sich gegen Wechselkurs- und Rohstoffschwankungen absichern können.

Wir brauchen Instrumente wie Emissionszertifikate und Wetterderivate.

Und betrieblichen Pensionskassen müssen eine Absicherung von Langlebigkeitsrisiken vornehmen können.

Verzichten wir auf diese Instrumente, verzichten wir auch auf Wachstum und Wohlstand.

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(7 | 4.7)

Finanzmarkt (3.)

These 55: Wir müssen einen Ordnungsrahmen etablieren, der die Schwächen des Marktes auffängt.

Wir brauchen eine systemische Finanzaufsicht, die den Gesamtmarkt beobachtet.

Es müssen einheitliche Startbedingungen für alle Banken geschaffen und den Kunden muss Schutz vor unlauteren Praktiken geboten werden, während gleichzeitig die Stabilität des Finanzsystems als Gesamtes zu gewährleisten ist.

Wir brauchen enge Koordination zwischen Aufsichtsbehörden in den USA und in der EU sowie einen ganzheitlichen Ansatz bei der Analyse der Systemstabilität.

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Finanzmarkt (4.)

THESE 56: Der mit Abstand wichtigste Schritt auf dem Weg zu mehr Finanzmarktstabilität ist die Erhöhung der Eigenkapitalausstattung der Banken für risikobehaftete Geschäfte.

Banken müssen in Zukunft mehr und hochwertigeres Kapital halten.

Höhere Eigenkapitalvorschriften dürfen die Fähigkeit des Bankensystems, die Realwirtschaft mit Finanzmitteln zu versorgen und so Wachstum und Innovationen zu fördern, nicht zu stark gefährden.

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(4 | 4.5)

Finanzmarkt (5.)

THESE 57: Eine solide und diversifizierte Refinanzierung mit einem großen Anteil stabiler Quellen ist von großer Bedeutung.

Banken steuern ihr Liquiditätsrisiko meist auf Gruppenebene. Es macht keinen Sinn, dass nationale Behörden für die einzelnen Teile von internationalen Konzernen separat vorgehaltene Liquidität fordern.

Eine solche „gefangene“ nationale Liquidität wäre im Krisenfall nicht dort verfügbar, wo sie gebraucht wird.

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Norbert Walter

Geb. 1944 in Weckbach (D)

Prof. Norbert Walter ist Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank und Geschäftsführer der Walter & Töchter Consult. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und der Promotion an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität war Norbert Walter zunächst Mitarbeiter am Institut für Kapitalmarktforschung in Frankfurt/Main. Anschließend arbeitete er in verschiedenen Funktionen am Kieler Institut für Weltwirtschaft. 1987 erfolgte der Wechsel zur Deutsche Bank Gruppe. Von 1990 bis Ende 2009 war er hier Chefvolkswirt und Geschäftsführer von Deutsche Bank Research. Seit Anfang 2010 arbeitet Prof. Walter in seiner eigenen Firma, der Walter & Töchter Consult.

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