Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Richard Grasl

Richard Grasl (* 21. Jänner 1973 in St. Pölten) ist Kaufmännischer Direktor des Österreichischen Rundfunks.
VN:F [1.9.8_1114]
(4 | 4.3)

Die duale Finanzierung des ORF ist durch die EU bestätigt worden (1.)

REPLIK AUF HORST PIRKERS THESEN: 48 Cent pro Tag – weniger als die Hälfte vom Preis der meisten Tageszeitungen. So viel zahlen die Österreicher für den ORF. Für zwei Vollprogramme, zwei Spartenkanäle, drei nationale Radioprogramme und neun Regionalsender.
Von großzügig kann also keine Rede sein. Sehr wohl aber – und Pirker weiß das, verschweigt es aber – ist soeben durch die EU die duale Finanzierung des ORF bestätigt und konkretisiert worden.

Pirker unterliegt drei konkreten Irrtümern

  1. Der öffentlich-rechtliche Auftrag ist unteilbar: es geht doch nicht um einzelne Sendungen! Es geht um einen Versorgungs-, Bildungs- und Kulturauftrag, für den man Kapazitäten bereithalten und klare Regulative (zB Redakteursrechte) implementiert haben muss.
  2. Das Gebührensplitting ist keineswegs “state of the art”. Es ist eine von kommerziellen Medienanbietern vorgebrachte Variante zu deren Gewinnsteigerung und wird daher von Gesetzgebern immer wieder zu Recht zurückgewiesen.
  3. Online: Selbstverständlich muss es dem ORF erlaubt sein – und vielleicht sogar von ihm gefordert werden – im Online-Bereich Qualitätsinhalte zu verbreiten. Alles andere wäre der Forderung gleichgekommen, dem ORF vor Jahrzehnten die Einführung des Farbfernsehens zu verbieten – und dieses für kommerzielle Anbieter zu reservieren. Im Gegenteil: Im Online-Bereich sollten alle Produzenten von Inhalten gegen jene vorgehen, die deren Content parasitär zur eigenen Vermarktung absaugen (Suchmaschinen, soziale Netzwerke). Das wäre die richtige These für die Zukunft.

 

container bottom