Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Schule Neu

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(9 | 3.2)

Gesamtschule ist ein Prestigeprojekt (1.)

REPLIK AUF BERND SCHILCHERS THESEN: Wenn wir von Erfahrung sprechen, dann müssen wir beachten, dass es im internationalen Vergleich mehr negative als positive Erfahrungen gibt. Dass einige Länder daneben liegen sieht man am Beispiel von Deutschland: Im Norden, wo die Gesamtschule bereits umgesetzt ist, sind die Ergebnisse der PISA-Studie schlechter als in Bayern und Baden-Württemberg, wo es ein differenziertes Schulsystem gibt. Aber auch zu glauben, dass finnische System sei der Weisheit letzter Schluss, ist eine naive Leugnung der Fakten. Norwegen hat ebenfalls die Gesamtschule und schneidet bei den PISA-Tests vergleichsweise schlecht ab. Die Niederlande haben ebenso wie Österreich ein dreigliedriges System (Volksschule, Hauptschule und Gymnasium) und erzielen bei PISA bessere Ergebnisse.

Statt sündteurem Aufwand für das Schmied-Prestigeprojekt Gesamtschule, welches Aufgrund von Lehrermangel und unpassender Schulgebäude nicht umgesetzt werden kann, fordere ich mehr Verantwortung an der Schule. Lehrer dürfen nicht zum Spielball des Ministeriums werden und Lehrpläne nach Strich und Faden befolgen. Die Schulgemeinschaft muss gestärkt werden! Schüler, Eltern und Lehrer sollen auf Basis der Bildungsziele den Unterrichtsinhalt selbst bestimmen. Denn wer Verantwortung hat ist auch motiviert im Bildungswesen etwas zu bewegen.

 

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(5 | 4.4)

Schule Neu (2.)   USER-THESE

flexible gesamtschule

die flexible gesamtschule (fgs) ist ein modernes bildungsdienstleistungsunternehmen, das junge menschen möglichst umfassend auf das leben vorbereitet und sie täglich von ca. 7 bis 17.00 uhr betreut bzw. betreuen kann. die fgs verfolgt muss-, soll- und kann-lehrziele. bei muss-lehrzielen herrscht anwesendheitspflicht.

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(6 | 4.0)

Schule Neu (3.)   USER-THESE

Zwang nur, wo Zwang angebracht ist

In der Diskussion über Ganztages- und gemeinsame Schule wird nicht beachtet, dass der überwiegende Anteil der 10- bis 14-Jährigen gar keine Ganztagesbetreuung braucht UND wünscht und sich die Allgemeinheit die Kosten dafür sparen kann, weil das System Kinder – Eltern – Lehrer klaglos funktioniert.

Hingegen sträuben sich Eltern (i.e.L. Mütter) von Kindern, bei denen bereits in sehr frühem Alter massive Persönlichkeitsdefizite durchdringen, am wehementesten gegen Ganztagesbetreuung, obwohl damit schulisch und sozial große Fortschritte erzielbar wären. Es ist in Österreich für Alleinerzieherinnen immer noch möglich, gut von Transferleistungen zu leben, obwohl deren Kinder objektiv als verwahrlost bezeichnet werden müssen.

Ja, es ist möglich, die 10- bis 14-Jährigen gemeinsam zu unterrichten, aber es funktioniert auch nach Selektion. Was sicher nicht funktioniert ist, dass Problemkinder (bis zu 5%) ohne zusätzliche Maßnahmen “mitlaufen”…

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