REPLIK AUF BERND SCHILCHERS THESEN: Wenn wir von flächendeckender Ganztagsschule sprechen, ist es wichtig zu beachten, dass diese nicht verpflichtend sein soll, sondern als mögliche Alternative zu der “normalen” Halbtagesvolksschule. Diese gibt 72 Prozent der Kinder, deren Eltern berufstätig sind, die Möglichkeit gut versorgt zu sein, aber auch umfassende Bildung zu genießen. Es ist jedoch wichtig jedem Elternteil autonom die Entscheidung zu lassen, ob das Kind halbtags oder ganztags betreut werden soll.
Es ist zu beachten, dass den Ganztagesschulen Ressourcen in allen Bereichen zur Verfügen zu stellen sind. Die anderen Schulen dürfen darunter aber unter keinen Umständen leiden. So wird gewährleistet, dass jedem Kind eine vielfältig Bildung, welche es auf das Leben, nicht nur auf den Abschluss, vorbereitet. Dabei sind alternative Lernmethoden genauso wichtig wie das Angebot an Möglichkeiten die Freizeit sinnvoll zu gestalten. Durch dieses Modell könnte das “In-die-Schule-Gehen” einen völlig neuen Stellenwert in unserer Gesellschaft einnehmen sowie vielseitiger und individueller angewandt werden. Ob jedoch die Ganztagsschule ein Allheilmittel für alle momentanen Probleme ist, ist kritisch zu hinterfragen.