Reformen ohne Tabu - 95 Thesen für Österreich. Sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Reformen ohne Tabu

95 Thesen für Österreich

23 Autoren skizzieren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen könnten.

  • “Geradezu umstürzlerisch.”


    Neue Zürcher Zeitung
  • “Experten mit Mut.”


    Kurier
  • “In kleinen Schritten zum großen Wurf.”


    Trend
  • “Do Tank statt Think Tank.”


    BÖRSEN-KURIER

Unternehmertum

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Unternehmertum (1.)   USER-THESE

Die Wirtschaft sind wir alle-wir und damit der Staat muss trachten,dass es der Wirtschaft gut geht

Die Wirtschaft sind wir alle (nicht nur die angeblich „ausbeutenden und Vermögen anhäufenden“ Eigentümer). Das Geld, das wir in der Arbeit verdienen, das wir in der Pension verbrauchen und mit dem wir das Sozialsystem erhalten wollen, muss von Unternehmen in Form von verkaufbaren Produkten oder durch Schulden besorgt werden (dass das nicht ewig funktioniert, erleben wir schmerzlich).

Dass die Wirtschaft funktioniert, sich im Markt behaupten kann und dass möglichst viele Unternehmen in Österreich investieren und Arbeitsplätze schaffen wollen, ist eine der Aufgaben des Staates. Dieser muss effizient und effektiv für seine Bürger und für die Wirtschaft funktionieren.

Er darf nicht zum Spielball von Ideologien, kurzfristig denkenden Machterhaltern, lokalen „Politikerkaisern“ und einseitigen Interessensvertretungen (auf kurzfristige Gewinnmaximierung ausgerichteten Wirtschaftslobbies oder die Unternehmen finanziell überfordernde Gewerkschaftler) werden.

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Unternehmertum (2.)   USER-THESE

Wettbewerbsfähigkeit

Das Rückgrat des wirtschaftlichen Erfolges unseres Landes sind die vielen mittelständischen Unternehmen, die ihre Nischen auf dem Weltmarkt gefunden und erobert haben. Es geht um konsequente Abschaffung aller bürokratischen Hindernisse für diese Unternehmen, sowie um gesunde steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen für den generationenübergreifenden Erhalt dieser Unternehmen (Stiftungen!!)
Spannend wäre nun, daß zu jeder Ihrer Thesen analysiert wird, welche der 1000enden Gesetze und Verordnungen aufzuheben oder zu vereinfachen wären, um die Ziele zu erreichen. Erforderlich wäre jedenfalls ein neuer Verfassungsentwurf, der die inflationierten Verfassungsbestimmungen (z.B. Pflichtmitgliedschaft zu den Kammern) wieder beseitigt.

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Unternehmertum (3.)   USER-THESE

Unternehmer und nicht der Staat schaffen Arbeitsplätze und diese schaffen weitere Arbeitsplätze.

Gesellschaften am Wendepunkt? Jugendarbeitslosigkeit in Europa bei 20%
Der Staat schafft keine neuen Arbeitsplätze. Dafür benötigt er starke Unternehmerpersönlichkeiten.

Wirtschaft funktioniert nur in einem Umfeld mit gerechten und klaren Regeln. Wir brauchen kein Pensionisten- oder Hacklerbashing, wir benötigen für alle Mitglieder unserer Solidargesellschaft Herausforderungen und Anregungen. Für die Schüler und Studenten, für Familien, für die Schwachen und die Starken. Wir brauchen Vorbilder und Motivationsgeber, integre Persönlichkeiten aus allen Bereichen des Lebens, natürlich zur Hälfte Frauen und zur Hälfte Männer, alt und jung.

Schluss mit der Wochenendmentalität, mit Verantwortungs- und Rückgratlosigkeit, mit Vetternwirtschaft und Mauschelei, Schluss mit der Lüge als akzeptiertes Ausdrucksmittel in den Medien, Schluss mit Parlamentariern, die nur mehr sich selbst und ihren Parteien, aber nicht dem Bürger gegenüber verantwortlich sind.

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Unternehmertum (4.)

THESE 4: Sowohl Schulsystem als auch Eltern müssen Kindern mehr Selbständigkeit mitgeben.

Wir brauchen ein Schulsystem, das selbstständiges Lernen nicht nur fördert, sondern auch fordert; mit Unternehmern als role models und Unterrichtenden in Schulen, die zeigen, warum die Selbständigkeit den Unterschied macht; mit einer modernen Lehrerausbildung, die unternehmerische Zugänge zu Problemlösungen vermittelt; und mit einem Paradigmenwechsel in der Erziehung.

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Unternehmertum (5.)

THESE 5: Wir brauchen eine Unternehmerverträglichkeitsprüfung.

Alle gesetzlichen und sonstigen Regulierungsvorhaben sollen künftig auf ihre Auswirkungen für unternehmerisches Denken und Handeln überprüft werden.

Maßnahmen, die unternehmerisches Denken und Handeln erschweren oder verhindern, dürfen nicht umgesetzt werden. Die Bandbreite der zu überprüfenden Maßnahmen reicht von der Schulpolitik bis hin zur Standortpolitik.

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Unternehmertum (6.)

THESE 6: Mehr Unternehmertum braucht mehr Fairness im Wettbewerb.

Die Schlagkraft der Bundeswettbewerbsbehörde muss verbessert werden. Ihre personelle Ausstattung ist mit insgesamt 30 Personen zu dürftig.

Damit alle Wettbewerbskompetenzen auch in einer Verantwortung liegen, soll aus dem Wirtschaftsministerium ein Wirtschafts- und Wettbewerbsministerium werden, in dem die notwendigen Kompetenzen gebündelt liegen (Post, Telekom, Güter-Schienenverkehraus dem BMVIT, Glücksspiel aus dem BMF, Fernsehmarkt ausdem BKA).

Auch Österreichs Korruptionsstaatsanwaltschaft braucht mehr Schlagkraft und eine bessere personelle Ausstattung. Die Parteienfinanzierung und ihre Überwachung muss auf eine neue, transparentere Basis gestellt werden.

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Unternehmertum (7.)

THESE 7: Österreichs Unternehmen brauchen keine Subventionen, sondern eine radikale Steuersenkung.

Alle wirtschaftlichen Förderungen sind abzuschaffen. In mindestens gleichem Umfang werden für Unternehmen die Steuern gesenkt.

Statt die Unternehmer weiter auf die bürokratische Suche nach Fördertöpfen zu schicken, soll ihre unternehmerische Freiheit durch weniger Steuerlast erhöht werden. Weniger Staat stärkt zudem die Wettbewerbskraft der Wirtschaft. Und davon profitieren in einer Sozialen Marktwirtschaft alle Beteiligten.

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